Erika und Therese
Sie hätten unterschiedlicher nicht sein könne: Erika Mann, hochbegabte Tochter Thomas Manns, und Therese Giehse, gefeierte Schauspielerin an den Münchner Kammerspielen. Als sie sich in Anfang der Dreißigerjahre kennenlernten, hatten sie bereits Höhen und Tiefen hinter sich. Am 1. Januar 1933 gründeten sie in München das politische Kabarett „Die Pfeffermühle“. Erika Mann verfasste die Szenen und Monologe, in denen Therese Giehse brillierte – allerdings nur für kurze Zeit: Schon zwei Monate später gingen die beiden jungen Frauen, die nicht nur das gemeinsame Projekt, sondern auch eine problematische Liebesbeziehung miteinander verband, ins Exil. Sie führten „Die Pfeffermühle“ zunächst in Zürich fort und tourten damit durch ganz Europa. Mit dem Scheitern ihrer „Peppermill“ 1937 in Amerika trennten sich die Wege der beiden Frauen.
Gunna Wendt verarbeitet diese Schicksalsjahre zweier ungleicher Frauen zu einem lesenswerten und einmaligem Doppelporträt, das Tabus und Traumata einer Generation nicht ausspart.

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Die Veranstaltung wird am Freitag, 26. Januar 2018 um 19.00 Uhr nachgeholt. Eintrittskarten, die für den ursprünglichen Termin am 14.10.2017 erworben wurden, behalten ihre Gültigkeit! Weitere Karten können an der Abendkasse erworben werden.

Wäre Assoziations-Hopping olympisch, Martin Zingsheim könnte sich Hoffnung auf Medaillen machen. Im Sturm hat er die Kleinkunstszene erobert, zahlreiche Kabarettpreise eingeheimst und den Sprung ins Radio sowie ins Fernsehen geschafft. Jetzt ist das 33 Jahre junge Ausnahmetalent aus Köln mit seinem Soloprogramm auf Welttournee durch den deutschsprachigen Raum und präsentiert eine rasante Ein-Mann-Show jenseits aller Schubladen. Die Dramaturgie des Abends folgt dem wilden Gedankenstrom des frisch promovierten Lockenkopfes. Ein sprachlich virtuoses Abenteuer über Gott und die Welt, Liebe und Hass, Erziehung und Pauschalreisen. Am Rande des Scharfsinns redet und spielt sich der Senkrechtstarter durch seine eigenen Geistesblitze. Ist komisch, klingt aber so. Am 22.02.15 wurde Martin Zingsheim mit dem Deutschen Kleinkunstpreis (Förderpreis) ausgezeichnet. Seinen Auftritt bei der Preisverleihung kann man unter folgendem Link sehen: https://www.youtube.com/watch?v=Tkat9G_otuc. Martin Zingsheim ist der deutsche Preisträger 2016 des internationalen Radio-Kabarettpreises "Salzburger Stier".

Martin Zingsheim hat einen tollen Song zur Bundestagswahl geschrieben: https://www.youtube.com/watch?v=ta33HVs0peI

Der Künstler freut sich, wenn Sie das Video teilen, liken oder einfach nur ansehen und anhören.

kopfkino

nurbesserDem Bürgerverein ist es gelungen, einen der herausragenden Kabarettisten zu engagieren. Johannes Kirchberg kommt am 29.10.2016 in die St. Georg Kirche. In seinem neuem Programm ist Johannes Kirchberg ganz der Alte. Aber schwer in Mode. Äußerlich mit gut sichtbaren „Gebraucht-aber-geliebt-Spuren“, doch innerlich topp und auf dem neuesten Stand. Wie eine nagelneue Jeans, die erst durch ihren angesagt abgerissenen Vintage-Style ein Schweinegeld wert ist. Oder das Digitalradio, das im hölzernen Retro-Design daher kommt: Goebbels Schnauze jetzt mit USB. Oder aber das klavierlackpolierte Nostalgie-Telefon, unter dessen Wählscheibe das Display versteckt liegt, und das natürlich voll netzwerkfähig ist. Oder wie das neueste Küchenmöbel im Shabby-Chic. So ist auch der neue Kirchberg. Außen betonen graumelierte Haare seinen Antik-Stil, der neue Anzug ist Retro-Retro, und die Lachfalten markieren den modernen Used-Look – so wie seine blauen Flecken unterm weißen Hemd: Gebraucht, weil geliebt. Spuren, die sich sehen lassen können. Innen aber läuft Johannes auf der neuesten Version: Kirchberg 2.0.1.6. – seine neuen Lieder zielen fröhlich in die Mitte des Lebens und treffen dort alte Bekannte. Recycelte Songs sind voll ausgereift – und die Texte stürzen sich weiter lustvoll von einer Lebenskrise in die nächste. Kirchbergs neue Melodien sind spätestens beim zweiten Hören so, als hätte man sie schon mal gehört: Echte Hits eben. Zum Mitlachen. Mitsingen. Mitmachen. Getreu dem Motto: Traurig sein können wir auch morgen noch. Und dabei wie immer mit Charme, augenzwinkernder Weisheit und dem typisch hintergründigem Witz. Wie früher. Nur besser. Der Vorverkauf ist gestartet.